BINE News

„Die Solarthermie ist in der Fernwärme angekommen“

BMWi-Statusworkshop zieht Bilanz - Die klassische Fernwärme und die Solarthermie gehen aufeinander zu: Im BMWi-Statusworkshop „Solarthermie in der Fernwärme“ Ende September in Dresden stellten Forscher und Praktiker neue Technologien zur Einbindung von Solarthermie-Anlagen in die Wärmeversorgung vor. Zudem gab er Einblicke in die aktuellen Entwicklungen in Europa und weltweit.
© BINE Informationsdienst

Kühlschränke stabilisieren das Stromnetz

Latentwärmespeicher - Kühlschränke, die genau dann Strom verbrauchen, wenn Wind und Sonne elektrische Energie im Übermaß bereitstellen und während Flauten ihre Kühltemperatur ohne Energiezufuhr halten, würden das Netz erheblich entlasten. Wissenschaftler des ZAE Bayern untersuchen, gemeinsam mit Industriepartnern, Kosten und Nutzen einer solchen Lastverschiebung.
© Bayerisches Zentrum für angewandte Energieforschung e.V. - ZAE Bayern

Große Solaranlagen im Langzeit-Test

Förderprogramme Solarthermie2000 und Solarthermie2000plus - Können Solaranlagen mehr als zehn Jahre einen konstant hohen Ertrag liefern? Um diese und weitere Fragen beantworten zu können, befragten Wissenschaftler von der Hochschule Düsseldorf die Betreiber von 76 großen Solaranlagen und führten an zehn dieser Systeme ein einjähriges Monitoring durch. Alle Anlagen wurden um die Jahrtausendwende im Rahmen der Programme Solarthermie2000(plus) gefördert.
© Zentrum für Innovative Energiesysteme

Lokale Stromnetze werden flexibel und widerstandsfähig

Mittel- und Niederspannungsnetze - Drei Jahre lang arbeiteten die Stadtwerke Saarlouis gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie an der Entwicklung sogenannter resilienter Polynetze. Diese autonomen Stromnetze auf der Ortsebene sollen sich dynamisch an die jeweilige Netzsituation anpassen können, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Auf einer Abschlussveranstaltung wurden kürzlich die Ergebnisse präsentiert.
© Stadtwerke Saarlouis GmbH

Neue emissionsarme Schiffsmotoren

Gasmotoren ersetzen Schiffsdiesel - Der Betrieb von Schiffen verursacht beträchtliche Schadstoffemissionen. Zukünftige Schiffsantriebe müssen daher umweltfreundlicher werden. Ein möglicher Weg ist es, Motoren mit Erdgas anstatt Diesel zu betreiben. Verglichen mit heutigen Dieselmotoren ohne Abgasnachbehandlung haben sie niedrigere Emissionen. Für diese sparsame neue Motoren-Generation entwickeln und erproben Forscher Komponenten und Regelungsinstrumente. Ihr Ziel ist, die CO2-Emissionen der Motoren zu reduzieren und in Zukunft zu halbieren.
© MTU Friedrichshafen / Strategic Marine

Förderbedingungen für Heizungsanlagen ab 2018

Förderung Erneuerbare Energien - Wer eine thermische Solaranlage, eine Wärmepumpenanlage oder beispielsweise eine Pelletheizung im bestehenden Gebäude installieren möchte, profitiert vom Marktanreizprogramm des Ministeriums für Wirtschaft und Energie. Hauseigentümer erhalten für die Errichtung einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung einen Zuschuss von mindestens 500 Euro. Wärmepumpen mit Wärmequelle Erdwärme und Wasser werden sogar mit mindestens 4.000 Euro gefördert. Ab 2018 ändert sich das Antragsverfahren. Künftig erfolgt die Antragstellung für alle Förderbereiche immer vor Beginn der Maßnahme.
© Fotolia / reimax16

Wenn Windenergie Schule macht

Erneuerbare Energien im Schulunterricht - In allen Bundesländern hat die Schule wieder begonnen, die Lehrpläne für das Schuljahr stehen fest. Wie man hier das Thema erneuerbare Energien besser integrieren kann, untersuchten Experten unter Leitung des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen. Dazu entwickelten sie Unterrichtsmaterial und analysierten Nutzen und Potenzial von Windenergie- und Photovoltaikanlagen an Bildungseinrichtungen.
© fotolia

Gießerei nutzt Abwärme des Schmelzofens

Hochtemperatur-Wärmespeicher - Forscher des ZAE Bayern entwickeln gemeinsam mit Industriepartnern ein kostengünstiges Energiespeichersystem für industrielle Abwärme. Es soll die Nutzung von diskontinuierlich anfallender Abwärme für Prozesse ermöglichen, bei denen dies aus wirtschaftlichen Gründen  bisher nicht gemacht wird. Jetzt hat die Umsetzungsphase begonnen. Im Frühjahr 2018 wollen die Wissenschaftler eine Demonstrationsanlage in Betrieb nehmen. Sie soll die Abwärme eines Gießerei-Schmelzofens der Metallindustrie als Prozess- oder Heizwärme bereitstellen.
© ZAE Bayern

Förderung Stromeffizienz und Abwärmenutzung

Industrie und Gewerbe - In der deutschen Energiebilanz entfällt rund ein Drittel der insgesamt verbrauchten Energie auf den Sektor Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Allein beim Stromverbrauch sind es rund 70 Prozent. Daher fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) innerbetriebliche Maßnahmen für eine höhere Stromeffizienz und die Nutzung von Abwärme. Seit September gelten neue, attraktive Bedingungen.
© BINE Informationsdienst, Gerhard Hirn

Energieeffizienter Schulneubau unter der Lupe

Plusenergiekonzept - Der energieoptimierte Neubau des Willibald-Gluck-Gymnasiums in Neumarkt (Oberpfalz) nutzt Solarenergie und oberflächennahe Geothermie. Das erste Jahr im regulären Betrieb liefert gute Werte: Die Wärmepumpen tragen den geplanten Anteil zur Wärmeerzeugung bei, die Photovoltaikanlagen decken 35 Prozent des Stromverbrauchs für Gebäudebetrieb und Nutzung. Die Speicherung des PV- Stroms in einer Vanadium Redox Flow-Batterie führt im ersten Betriebsjahr nicht zur Steigerung des Eigenstrom-Anteils. Optimierungs-Potenzial gibt es auch beim Betrieb der Lüftungsanlagen.
© Berschneider + Berschneider GmbH Architekten BDA + Innenarchitekten BDIA. Foto: Petra Kellner

Ländliche Stromnetze kostenoptimal ausbauen

Netzausbau - Manch ein ländliches Verteilnetz gerät schon heute an seine technischen Grenzen, weil es immer mehr Strom aus Photovoltaik-, Windenergie- oder Biogasanlagen aufnehmen muss. Deshalb haben Wissenschaftler untersucht, mit welchen Ausbaukonzepten schwache Stromnetze zielgerichtet und kostenoptimal für die Energiewende fit gemacht werden können. Die Forschungsergebnisse mündeten in einen Planungsleitfaden für Netzbetreiber, der jetzt kostenfrei heruntergeladen werden kann.
© Dr. Franz Meyer, BINE Informationsdienst

Wettbewerbsgebäude wird zum Unilabor

Solar Decathlon Europe - Ein Studententeam der Universität der Künste und der Technischen Universität Berlin entwarf für den Wettbewerb Solar Decathlon Europe 2014 ein Plusenergiehaus. Das wird jetzt auf dem Campus Charlottenburg wieder aufgebaut. Es soll künftig als Seminarraum und Labor dienen. Nach kleineren Umbauten und mit ergänzter Messtechnik können die Studenten Energie-Monitoring am konkreten Objekt lernen.
© UdK Berlin / VPT

Neuer Heizkessel spart Abgasnachbehandlung

Holz schadstoffarm verbrennen - Ein neues Verbrennungssystem für Heizkessel ermöglicht eine effizientere Verbrennung und reduziert zugleich die staub- und gasförmige Emissionen. Dies reicht soweit, dass auch künftig geltende Grenzwerte ohne weitere Nachbehandlung eingehalten werden. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP entwickelten und erprobten den neuen Vergaserkessel gemeinsam mit dem Heizanlagenhersteller HDG Bavaria.
© Dr. M. Aleysa/Fraunhofer IBP

Erneuerbare zwischenspeichern

Dual-Ionen-Batterie - Wie lassen sich mehr erneuerbare Energien einsetzen, die gleichzeitig das Stromnetz stabilisieren? Dafür entwickelten Forscher am Batterieforschungszentrum MEET der Universität Münster ein neues Energiespeichersystem, das auf der Dual-Ionen-Batterietechnologie basiert. Die hohe Lebensdauer ist für stationäre Anwendungen Erfolg versprechend.
© MEET

Neue Klimadatensätze räumlich präziser

Testreferenzjahre - Mithilfe von Testreferenzjahren lässt sich in der Planungsphase das thermische Verhalten von Gebäuden bezogen auf einen bestimmten Standort bewerten. Der Deutsche Wetterdienst hat dafür im Rahmen eines Forschungsprojekts die Datenbasis verbessert, aktualisiert und Phänomene wie städtische Wärmeinseln und Höhenlagen direkt integriert. Für jeden Quadratkilometer des Bundesgebiets liegen jetzt solche Datensätze vor.
© taikrixel/iStock/Thinkstock

Spiegel-Fünfeck reflektiert die Sonne punktgenau

Neuer Heliostat für Solarturmkraftwerk entwickelt - In einem Solarturm-Kraftwerk lenken viele Spiegel – sogenannte Heliostaten – das Sonnenlicht auf die Spitze des Turms zum Receiver. Bisher haben Heliostaten eine viereckige Form. Nun entwickelten Ingenieure einen fünfeckigen Konzentratorspiegel. Diesen kombinieren sie mit einem kostengünstigen linearen Antrieb und einer neuen Steuerungssoftware. Jetzt werden fünf dieser Heliostaten auf Testplattformen in Jülich montiert und getestet.
© sbp sonne gmbh

Stadtquartiere proben die Energiewende

Förderinitiative Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt - Die Förderbekanntmachung „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt“ der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Bildung und Forschung (BMBF) steht plakativ für den Bereich des energieoptimierten Bauens, Sanierens und Betreibens von Gebäuden sowie Energieinfrastrukturen in Quartieren. Nun wurden die sechs vielversprechendsten Vorschläge ausgewählt und zur Abgabe eines Förderantrags aufgefordert.
© Ludmilla-Wohnpark GmbH

Salz speichert Wärme

TESIS-Testanlage für Wärmespeicher - Mit Salzschmelzen lassen sich große Mengen Wärme bei hoher Temperatur speichern. In Köln-Porz untersuchen Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einer neuen Testanlage, wo Speicher mit nur einem Tank die bisher übliche Zweispeichertechnik ersetzen können. Dies würde erhebliche Kosten einsparen. Am 5. Juli 2017 wurde die Anlage offiziell eingeweiht.
© Dr. Franz Meyer, BINE Informationsdienst

Forschungsnetzwerk Flexible Energieumwandlung

Forschungsnetzwerk - Das Präsenztreffen der Mitglieder des Forschungsnetzwerkes „Flexible Energieumwandlung“ fand am 30. Juni 2017 in Jülich statt. Dabei wurde die neue Struktur des Netzwerkes auf Grundlage der Auftaktveranstaltung aus Februar 2017 bekannt gegeben. Jetzt beginnt die inhaltliche Arbeit in fünf Arbeitsgruppen. Zu den ersten Aufgaben zählt die Mitwirkung des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung, das im Sommer 2018 vorliegen soll.
© Ilse Trautwein/PtJ

Brennstoffzellen wettbewerbsfähig machen

Brennstoffzellen-Forschung - Brennstoffzellentechnologie in Deutschland: Welche Fortschritte in Forschung und Entwicklung wurden erreicht? Welche Hemmnisse gilt es auf dem Weg zur Industrialisierung und breiten Markteinführung der Technologie noch zu überwinden? Und wie lässt sich die Brennstoffzelle in das neue erneuerbare Energiesystem einbinden? Über diese Fragen diskutierten rund sechzig Experten aus Forschung und Industrie Ende Juni während des BMWi-Statusseminars in Berlin.
© Gerhard Hirn, BINE Informationsdienst

Seiten