BINE News

Bessere Isolierung sorgt für zuverlässigeren Betrieb

Rohrreceiver im Solarturm-Kraftwerk - Ist die Receiverdämmung beschädigt, sinkt der Wirkungsgrad eines Solarturm-Kraftwerks. Reparatur oder Austausch der Isolierung kosten Zeit und Geld. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt entwickelten gemeinsam mit Industriepartnern eine Cavity-Dämmung, in der neue Materialkombinationen zum Einsatz kommen. Tests zeigen, dass die marktreife Isolierung robuster ist als bisherige Modelle.
© DLR

Biomasse als Baustein der Energiewende

Energetische Biomassenutzung - „Flexibel und integriert – Eine neue Epoche der Bioenergie in Deutschland“, unter diesem Motto stand die 7. Statuskonferenz des BMWi-Förderprogramms „Energetische Biomassenutzung“ in Leipzig. Forscher stellten aktuelle Projekte und Konzepte für die energetische Nutzung von Biomasse vor. Mit diesen tragen sie zur Energie- und Wärmewende und zur Stabilisierung des Energienetzes mit steigendem Anteil Erneuerbarer bei.
© Gerhard Hirn, BINE Informationsdienst

Modelle zum Energiesystem vergleichen

Systemanalyse Förderaufruf - Das Energiesystem in Deutschland wird komplexer. Systemanalytische Betrachtungen helfen dabei, diese Wirkungssysteme zu charakterisieren und weiterzuentwickeln. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert daher Modellvergleiche zu mehreren separaten Themen aus dem Kontext des Energiesystems. Für Interessenten gibt es ein zweistufiges Verfahren: Kurze Fact Sheets müssen bis 15. Dezember 2017 vorliegen und die zugehörigen kompletten Projektskizzen bis 15. Februar 2018. Ziel ist, die Transparenz der verschiedenen Modelle zu erhöhen, um Methoden und Strukturen vergleichbar zu machen.
© Thinkstock / Kisa-Murisa

Forschungsnetzwerke übergeben Empfehlungen

Neues Energieforschungprogramm - Am 28. November 2017 trafen sich rund 80 Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Verbänden und Industrie im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur 6. Sitzung der Energiewende-Plattform Forschung & Innovation. Im Vordergrund stand der breit angelegte Konsultationsprozess für das kommende, 7. Energieforschungsprogramm. Erstmals sind alle relevanten Akteure der Energieforschung und -wirtschaft frühzeitig in die Weiterentwicklung der Forschungspolitik einbezogen. Vertreter der Forschungsnetzwerke übergaben zu sieben Themengebieten ihre Empfehlungen an das Ministerium.
© BINE Informationsdienst, Jutta Perl-Mai

Differenzierte Beurteilung der ökonomischen Vorteilhaftigkeit

BINE-Interview zur Wirtschaftlichkeit - Heutzutage ist es technisch ohne weiteres möglich, Gebäude mit extrem geringem Energiebedarf zu bauen. Doch ist das wirtschaftlich sinnvoll? Professor Thomas Lützkendorf vom Fachgebiet Immobilienwirtschaft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) spricht im BINE-Interview über Grundlagen und Methoden zur Ermittlung der ökonomischen Vorteilhaftigkeit von energieoptimierten Gebäuden.
© Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Fachgebiet Immobilienwirtschaft

Ringgeneratoren werden schlanker

Getriebelose Windenergieanlagen - Getriebelose Windenergieanlagen haben Gewichtsprobleme. Mit zunehmender Leistung steigt das Gewicht des Generators überproportional. Mit den bisherigen Konzepten wird der Sprung über die 10-Megawatt-Marke schwierig, einer Anlagenklasse die besonders für Offshore Windparks interessant ist. Um dieses Problem zu lösen, entwickeln Forscher einen neuartigen Ringgenerator mit größerem Durchmesser, aber deutlich weniger Gewicht. Ein Versuchsgenerator im verkleinerten Maßstab zeigte auf dem Teststand vielversprechende Ergebnisse.
© Fraunhofer IWES

Forscher geben Impulse für die Erneuerbaren

Energieforschung - Anlässlich der Jahrestagung vom 8. bis 9. November 2017 in Berlin präsentierte der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) seine Forschungsziele 2018. Die Mitgliedsinstitute des FVEE bringen damit ihr Fachwissen in den derzeit laufenden Konsultationsprozess für ein neues Energieforschungsprogramm der Bundesregierung ein. Neben aktuellen Forschungsergebnissen aus den verschiedenen Technologiefeldern stellte das Wuppertal-Institut das Leitprojekt „Trends und Perspektiven der Energieforschung“ vor, das vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird. 
© FVEE, Franziska Wunschick

Neue Richtlinie erweitert Beratungsangebote

Förderung Energieberatung - Ab dem 01. Dezember 2017 kann die energetische Beratung von einem größeren Kreis qualifizierter Energieberater durchgeführt werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) weitet aktuell die Förderbedingungen für die Programme „Energieberatung für Wohngebäude“ und „Energieberatung im Mittelstand“ aus. Die neuen Zulassungsvoraussetzungen erlauben es, dass künftig qualifizierte Energieberater aus allen Branchen tätig werden können.
© Thinkstock / gopixa

Aufdachdämmung aus Rohrkolben in Entwicklung

Nachhaltiger Dämmstoff - Energiesparend herzustellen, druckfest und kompostierbar: Von Dämmplatten aus den Blättern der Typhapflanze versprechen sich Forscher des Fraunhofer Instituts für Bauphysik viel. Gemeinsam mit dem Industriepartner Saint Gobain Isover entwickeln sie nun eine Platte für die Aufsparrendämmung weiter und bereiten deren Serienfertigung vor.
© typha technik Naturbaustoffe

„Die Solarthermie ist in der Fernwärme angekommen“

BMWi-Statusworkshop zieht Bilanz - Die klassische Fernwärme und die Solarthermie gehen aufeinander zu: Im BMWi-Statusworkshop „Solarthermie in der Fernwärme“ Ende September in Dresden stellten Forscher und Praktiker neue Technologien zur Einbindung von Solarthermie-Anlagen in die Wärmeversorgung vor. Zudem gab er Einblicke in die aktuellen Entwicklungen in Europa und weltweit.
© BINE Informationsdienst

Kühlschränke stabilisieren das Stromnetz

Latentwärmespeicher - Kühlschränke, die genau dann Strom verbrauchen, wenn Wind und Sonne elektrische Energie im Übermaß bereitstellen und während Flauten ihre Kühltemperatur ohne Energiezufuhr halten, würden das Netz erheblich entlasten. Wissenschaftler des ZAE Bayern untersuchen, gemeinsam mit Industriepartnern, Kosten und Nutzen einer solchen Lastverschiebung.
© Bayerisches Zentrum für angewandte Energieforschung e.V. - ZAE Bayern

Große Solaranlagen im Langzeit-Test

Förderprogramme Solarthermie2000 und Solarthermie2000plus - Können Solaranlagen mehr als zehn Jahre einen konstant hohen Ertrag liefern? Um diese und weitere Fragen beantworten zu können, befragten Wissenschaftler von der Hochschule Düsseldorf die Betreiber von 76 großen Solaranlagen und führten an zehn dieser Systeme ein einjähriges Monitoring durch. Alle Anlagen wurden um die Jahrtausendwende im Rahmen der Programme Solarthermie2000(plus) gefördert.
© Zentrum für Innovative Energiesysteme

Lokale Stromnetze werden flexibel und widerstandsfähig

Mittel- und Niederspannungsnetze - Drei Jahre lang arbeiteten die Stadtwerke Saarlouis gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie an der Entwicklung sogenannter resilienter Polynetze. Diese autonomen Stromnetze auf der Ortsebene sollen sich dynamisch an die jeweilige Netzsituation anpassen können, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Auf einer Abschlussveranstaltung wurden kürzlich die Ergebnisse präsentiert.
© Stadtwerke Saarlouis GmbH

Neue emissionsarme Schiffsmotoren

Gasmotoren ersetzen Schiffsdiesel - Der Betrieb von Schiffen verursacht beträchtliche Schadstoffemissionen. Zukünftige Schiffsantriebe müssen daher umweltfreundlicher werden. Ein möglicher Weg ist es, Motoren mit Erdgas anstatt Diesel zu betreiben. Verglichen mit heutigen Dieselmotoren ohne Abgasnachbehandlung haben sie niedrigere Emissionen. Für diese sparsame neue Motoren-Generation entwickeln und erproben Forscher Komponenten und Regelungsinstrumente. Ihr Ziel ist, die CO2-Emissionen der Motoren zu reduzieren und in Zukunft zu halbieren.
© MTU Friedrichshafen / Strategic Marine

Förderbedingungen für Heizungsanlagen ab 2018

Förderung Erneuerbare Energien - Wer eine thermische Solaranlage, eine Wärmepumpenanlage oder beispielsweise eine Pelletheizung im bestehenden Gebäude installieren möchte, profitiert vom Marktanreizprogramm des Ministeriums für Wirtschaft und Energie. Hauseigentümer erhalten für die Errichtung einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung einen Zuschuss von mindestens 500 Euro. Wärmepumpen mit Wärmequelle Erdwärme und Wasser werden sogar mit mindestens 4.000 Euro gefördert. Ab 2018 ändert sich das Antragsverfahren. Künftig erfolgt die Antragstellung für alle Förderbereiche immer vor Beginn der Maßnahme.
© Fotolia / reimax16

Wenn Windenergie Schule macht

Erneuerbare Energien im Schulunterricht - In allen Bundesländern hat die Schule wieder begonnen, die Lehrpläne für das Schuljahr stehen fest. Wie man hier das Thema erneuerbare Energien besser integrieren kann, untersuchten Experten unter Leitung des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen. Dazu entwickelten sie Unterrichtsmaterial und analysierten Nutzen und Potenzial von Windenergie- und Photovoltaikanlagen an Bildungseinrichtungen.
© fotolia

Gießerei nutzt Abwärme des Schmelzofens

Hochtemperatur-Wärmespeicher - Forscher des ZAE Bayern entwickeln gemeinsam mit Industriepartnern ein kostengünstiges Energiespeichersystem für industrielle Abwärme. Es soll die Nutzung von diskontinuierlich anfallender Abwärme für Prozesse ermöglichen, bei denen dies aus wirtschaftlichen Gründen  bisher nicht gemacht wird. Jetzt hat die Umsetzungsphase begonnen. Im Frühjahr 2018 wollen die Wissenschaftler eine Demonstrationsanlage in Betrieb nehmen. Sie soll die Abwärme eines Gießerei-Schmelzofens der Metallindustrie als Prozess- oder Heizwärme bereitstellen.
© ZAE Bayern

Förderung Stromeffizienz und Abwärmenutzung

Industrie und Gewerbe - In der deutschen Energiebilanz entfällt rund ein Drittel der insgesamt verbrauchten Energie auf den Sektor Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Allein beim Stromverbrauch sind es rund 70 Prozent. Daher fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) innerbetriebliche Maßnahmen für eine höhere Stromeffizienz und die Nutzung von Abwärme. Seit September gelten neue, attraktive Bedingungen.
© BINE Informationsdienst, Gerhard Hirn

Energieeffizienter Schulneubau unter der Lupe

Plusenergiekonzept - Der energieoptimierte Neubau des Willibald-Gluck-Gymnasiums in Neumarkt (Oberpfalz) nutzt Solarenergie und oberflächennahe Geothermie. Das erste Jahr im regulären Betrieb liefert gute Werte: Die Wärmepumpen tragen den geplanten Anteil zur Wärmeerzeugung bei, die Photovoltaikanlagen decken 35 Prozent des Stromverbrauchs für Gebäudebetrieb und Nutzung. Die Speicherung des PV- Stroms in einer Vanadium Redox Flow-Batterie führt im ersten Betriebsjahr nicht zur Steigerung des Eigenstrom-Anteils. Optimierungs-Potenzial gibt es auch beim Betrieb der Lüftungsanlagen.
© Berschneider + Berschneider GmbH Architekten BDA + Innenarchitekten BDIA. Foto: Petra Kellner