EKK Vortrag: Energiewende…na klar!? Und wie ist der Fahrplan?

Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke sowie Holzpelletheizungen gehören heute bei Neubau- oder Sanierungsprojekten zu den Lösungsmöglichkeiten, wenn es um die Frage der optimalen Energieversorgung geht. Dieser erfreuliche Trend wurde Anfang des Jahres zum Problem. Der Zubau erneuerbarer Energieanlagen nutzte vornehmlich das Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG) und drohte eine ungünstige Kostendnamik zu verursachen. Immer mehr Anlagen kamen in den Genuss der hohen Vergütungssätze des EEGs bei gleichzeitig abnehmender erneuerbaren Strom- und Wärmegestehungskosten. Im Frühjahr diesen Jahres berichten die Medien ausführlich über diese Situation.

Im August 2014 wurden durch die jüngste EEG-Reform Regelungen geschaffen, die einer Überförderung der erneuerbaren Energieanlagen entgegenwirken sollen, indem die Vergütung abgesenkt und Boni gestrichen wurden. Zugleich legt das neue EEG einen besonderen Schwerpunkt auf den Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Jeder, der Ökostrom bereitstellt, muss sich künftig zunehmend selbst um die Abnahme seiner Energie kümmern. Besonders Strom aus neuen, größeren Anlagen (über 500 Kilowatt bis 2016 und über 100 Kilowatt ab 2016) muss selbst vermarktet werden, um eine Marktprämie zu erhalten.

Diese Situation stellt eine Herausforderung für die künftige Projektplanung dar. Besonders größere Anlagen können nicht mehr nach dem „produce and forget“-Prinzip der vergangenen Jahre konzipiert werden, sondern müssen sich stärker an potentiellen Energienutzern aus dem Umfeld orientieren. Energieanlagen müssen bedarfsorientiert sein. Aber wie lässt sich der Bedarf eines Wohn- oder Industriegebiets ermitteln? Wie finden Energieproduzenten und Energieverbraucher zueinander? Wer hat welche Informationen und Kompetenzen, um neue, marktorientierte, lokale Energieprojekte zu entwickeln?

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Die Energieregion Bonn/Rhein-Sieg verfügt über viele interessierte Bürger und organisierte Akteure im Themenfeld erneuerbarer Energien: Viele Kommunen haben sich 2008 zur EnergieRegion Rhein-Sieg zusammengeschlossen und in einer Potentialstudie die theoretischen Potentiale der Energiebereitsstellung aus regionalen Energieträgern ermitteln lassen. 2009 wurden aus dieser Initiative heraus im Rahmen einer zweiten Studie interessante Maßnahmen und Projekte identifiziert und damit vielfältige Interessen geweckt. Besonders die Mitarbeiter kommunaler Verwaltungen haben heute einen guten Überblick über mögliche Projekte in der Region.

Anfang 2011 gründete sich die heute als BürgerEnergie Rhein-Sieg eG bekannte Energiegenossenschaft. Sie bietet nicht nur Kommunen und Unternehmen, sondern inbesondere den Bürgern aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis eine Möglichkeit sich an größeren Energieprojekten zu beteiligen. Ihr Geschäftsmodell steht wie kein anderes für bürgerschaftliche Verantwortung, Partizipation und regionalwirtschaftliches Handeln.

Auch die Stadtwerke und Regionalversorger der Region sind mit diversen Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien unterwegs. Sie sind ohne Frage unschlagbare Experten, wenn es um kleinräumige Analyse von Energieverbräuchen, die Vernetzung von Energienanlagen aber auch die Energievermarktung geht.

Unmittelbar mit der Projektierung und Durchführung von Energieprojekten beschäftigt, sind ebenso die Mitglieder des EnergieKompetenzKreis Bonn/Rhein-Sieg e.V.. Sie haben langjährige Erfahrung mit den Risiken, Einsatz- und Optimierungsmöglichkeiten von erneuerbaren Energieträgern. Durch ihre Vereinstätigkeit leisten sie einen wichtigen Beitrag darin, praxisrelevante Aspekte zu diskutieren und für die interessierte Öffentlichkeit aufzubereiten.

Offen bleibt, wie sich die unterschiedlichen Akteure angesichts der neuen Herausforderung des EEG-2014 aufstellen. Sind Projekte auch weiterhin erfolgreich in der gewohnten Konstellation zu meistern? Oder bedarf es verstärkt einer Abstimmung zwischen den regionalen Akteuren?

Der Vorsitzende des EnergieKompetenzKreis Bonn/Rhein-Sieg e.V., Climadesigner und Diplom-Ingenieur Horst Behr blickt im Rahmen der Vortragsreihe der Stadt Niederkassel am 25.11.2014 um 19 Uhr in der Rotunde der Hauptschule Niederkassel aus organisatorischer und technischer Perspektive auf die aktuellen Herausforderungen im Umgang mit Energieprojekten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, inwieweit ein koordinierter Energiewendefahrplan für die Region Bonn/Rhein-Sieg sinnvoll ist und auf welche Weise er initiiert werden könnte. Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sind eingeladen, eigene Erfahrungen und Eindrücke aus Politik, Verwaltung, Unternehmen und dem privaten Umgang mit Energieprojekten im Rahmen der anschließenden Diskussion zu ergänzen, um die Entwicklung eines Energiewendefahrplans zu unterstützen.

Datum - Zeit: 

Dienstag, 25 November, 2014 - 19:00

Anmeldefrist: 

Montag, 13 Oktober, 2014 bis Montag, 10 November, 2014

Organisator: 

EKK Exkursion: Level Green, Autostadt Wolfsburg

Ganztägige EKK - Exkursion zur Ausstellung „Level Green“ in der Autostadt Wolfsburg.

Erlebnisraum Nachhaltigkeit

„Nachhaltiges Handeln bedeutet, den Bedürfnissen der heute lebenden Menschen zu entsprechen, ohne die Chancen zukünftiger Generationen zu gefährden.“ Die im Brundtland-Report 1987 verankerte Definition dient auch heute als Referenz für die Formulierung von Bedingungen einer nachhaltigen Entwicklung.

Die Ausstellung LEVEL GREEN – Die Idee der Nachhaltigkeit erörtert die Dimensionen des abstrakten Begriffs und ergänzt sie um die ästhetische Komponente: die Architektur und die interaktive spielerische Aufbereitung bieten vielfältige Anknüpfungspunkte, um sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Sechs Themenbereiche mit insgesamt 26 Exponaten bilden auf rund 1.000 Quadratmetern im Zusammenspiel mit der begehbaren Ausstellungsarchitektur einen „Erlebnisraum Nachhaltigkeit“. 

Über folgende Themenbereiche werden Informationen gegeben:

  • Persönlicher Verbrauch
  • Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit
  • Mobilität der Zukunft
  • Nachhaltigkeit bei Volkswagen
  • Nachhaltigkeit und Ökonomie
  • Klimawechselwirkungen

Weitere Informationen:

http://www.autostadt.de/de/autostadt-erkunden/konzernforum/level-green/

Die Ausstellung ist von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Je nach Teilnehmerzahl wird die Anreise organisiert und es können Gruppentickets für die Ausstellung erworben werden. Als max. Teilnehmerzahl sind 20 Personen vorgesehen. 

Alle EKK -Mitglieder werden vorab informiert und anschließend veröffentlicht. Bitte deshalb kurze Info wer teilnehmen möchte, damit die weitere Orga erfolgen kann. Eine Teilnahme erfolgt nach Eingang/Reihenfolge der Anmeldung.

Aufgrund des angekündigten Streiks bei der Bahn haben wir zwischenzeitlich mit allen angemeldeten Personen gesprochen und entschieden den Termin zu verschieben. Ein neuer Exkursionszeitpunkt ist noch abzustimmen.

Mitgliederversammlung 2014

Die Tagesordnungspunkte der Mitgliederversammlung 2014:

  1. Begrüßung
  2. Jahresbericht des Vorstandes
    1. Vorsitzender - Horst Behr
    2. Kassenführerin - Dana Marke
    3. Kassenprüferin - Astrid Anders
  3. Entlastung des Vorstandes
  4. Wahl eines/er Kassenprüfer/in
  5. Ausblick/Perspektiven

Datum - Zeit: 

Donnerstag, 30 Oktober, 2014 - 19:00

Organisator: 

Exkursion: Projekt Celsius

Großstädte wie Köln verwenden mehr als zwei Drittel ihres stationären Energieverbrauchs auf die Wärmeversorgung. Darum stellt sich die Frage, wie sich in Ballungsräumen nichtfossile Energieträger noch besser nutzen lassen, um die Wärmeversorgung nachhaltiger zu gestalten. Eine Möglichkeit besteht darin, Wärme aus Abwasserkanälen zu nutzen, die bislang mit dem Wasser abgeleitet wird. Das Wärmepotential in Abwasserkanälen ist groß: Untersuchungen zufolge ließen sich rund 20 Prozent aller Gebäude in Deutschland aus dieser Quelle versorgen. Bisher scheitern Projekte allerdings häufig noch an technischen und/oder wirtschaftlichen Restriktionen.

Im Rahmen des Projektes „Celsius” wird untersucht, welches Verfahren zu bestmöglichen Ergebnissen führt, um so die Realisierungschancen zu erhöhen.

Rahmen und Förderung gibt das Projekt Celsius-City der Europäischen Union.

Der EKK plant eine Exkursion nach Köln zu diesem Projekt. Ein Termin steht noch nicht fest.

Klimaschutzplan NRW: Mitmachen!

"Über 400 Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Unternehmen, Kommunen, Wissenschaft, Kirchen, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Gruppen sind von September 2012 bis November 2013 regelmäßig zusammengekommen. Sie haben rund 360 Maßnahmenvorschläge zur Erreichung der ambitionierten Klimaschutzziele der Landesregierung und zum Umgang mit den Fol

Protokoll MV März 2013

  1. Begrüßung

    Die ordnungsgemäße Einladung ist fristgerecht erfolgt.

    Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

  2. Wahl der Kassenprüferin bzw. des Kassenprüfers

    Zur Wahl stellt sich Astrid Anders.

    Abstimmung per Handzeichen. Ergebnis: Ja: 7, Nein: 0, Enthaltung: 0

    Astrid Anders wurde einstimmig gewählt und nimmt die Wahl an.

  3. Vorstellung Veranstaltungsreihe

    Folder für die VA-Reihe 1. Halbjahr 2013 an die anwesenden Mitglieder verteilt.

    Bitte um Beteiligung und Mithilfe bei Verteilung.

Zeit: 

Sa, 03/23/2013 - 11:00

Bonner Klimaschutzbeirat nimmt seine Arbeit auf

Der Bonner Stadtrat hat mit dem Masterplan Energiewende und Klimaschutz die Einrichtung eines Klimaschutzbeirates beschlossen. Dieser Beirat soll die Klimaschutzaktivitäten in der Stadt beratend begleiten. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft bilden gemeinsam den Klimaschutzbeirat.

Mehr Informationen einschließlich Downloadmöglichkeit der Beschlüsse auf der Website der Stadt Bonn:

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